Visions-Magazin bannt With Full Force wegen Freiwild

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janjanjan
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Beitragvon janjanjan » 15.03.2013, 13:50

vllt noch ein kleines zitat von thomas kuban (http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Kuban) an dier stelle:

Nachdem ,Frei.Wild' als Band aus dem norditalienischen Südtirol beim ,Deutschen Musikpreis' in der Kategorie ,Rock / Alternative National' nominiert worden ist, wäre es von den Veranstaltern nur konsequent, wenn sie den ECHO künftig als ,Großdeutschen Musikpreis' führen würden. Sofern der Bundesverband der Musikindustrie die Nominierung der rechtsgerichteten Gruppe ,Frei.Wild' tatsächlich mit ,existierenden Regularien' des ECHO begründet, wie der ,Musikexpress' berichtet, so ist das eine Farce. Erstens sind diese Regularien nicht gottgegeben. Zweitens könnte demnach jede Nazi-Band für den ECHO nominiert werden - vorausgesetzt die Nazi-Bewegung würde stark weiterwachsen und irgendwann für entsprechende CD-Verkaufszahlen sorgen.
Dass unter anderem die Chemnitzer Band ,Kraftklub' wegen ,Frei.Wild' auf ihre Nominierung für den ECHO verzichtet, ist ein Signal. Denn im November 2012 konnte ,Frei.Wild' noch in einer stadteigenen Halle in Chemnitz vor mehreren tausend Leuten auftreten - die Stadt Chemnitz als Institution und ihre politischen Vertreter haben keinen Grund gesehen, das zu unterbinden. Und das, obwohl die Band bekanntermaßen aggressiven Nationalismus, völkisches Gedankengut und Hass auf Andersdenkende verbreitet, mit geschichtsrevisionistischen Anspielungen arbeitet und antisemitische Stereotype bedient.
Und für ,Frei.Wild' stehen weiterhin städtische Hallen offen: Die Sparkassen-Arenen in Aurich (Niedersachsen) und Landshut (Bayern), die mehrere tausend Besucher fassen, scheinen für die Band eine Bank zu sein. Dort soll Sänger Philipp Burger im April 2013 agi(ti)eren dürfen. Der Frontmann spricht die Fan-Truppen ähnlich einer Kameradschaft an – die Fronten sind klar: die verschworene Gemeinschaft namens ,Frei.Wild' gegen ,das Land der Vollidioten'. Zigtausend junge Leute lernen die Songs auswendig, die Botschaften setzen sich in ihren Köpfen fest.
Der Hass auf ,Gutmenschen und Moralapostel', den die Band proklamiert, zeigt Wirkung: Fans beschimpfen und beleidigen ,Frei.Wild'-Kritiker im Internet. Das reicht bis hin zu der Aufforderung: ,Schlagt doch die sogenannten Rechtsextremismusexperten tot.'
Trotzdem boomt das Millionen-Geschäft rund um die rechtsgerichtete Rockband weiter. Und jetzt ist sie sogar für den ECHO nominiert.


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